Netzwerk-Zertifizierung und Messtechnik im Unternehmen

Leistung

Netzwerk-Zertifizierung nach DIN EN 50173 und ISO 11801

Nach der Installation zeigt erst die messtechnische Prüfung, ob jede Strecke die Grenzwerte der Norm einhält. Wir messen Kupfer- und Glasfaserstrecken, erstellen normgerechte Messprotokolle und übergeben ein prüffähiges Abnahmeprotokoll nach DIN EN 50173 und ISO 11801. Für Unternehmen in Bremen und Niedersachsen.

  • DIN EN 50173 und ISO 11801
  • Kalibrierte Messgeräte
  • Region Bremen und Niedersachsen

Abnahmeprotokoll

Bestanden oder nicht bestanden, je Strecke eindeutig.

Garantiefähig

Voraussetzung für Hersteller-Systemgarantien.

Kupfer und LWL

Permanentlink und OTDR mit den richtigen Verfahren.

Kalibriert

Messgerät, Seriennummer und Kalibrierstatus dokumentiert.

Erst das Messprotokoll belegt, dass jede Strecke die Norm einhält.

Eine Netzwerkverkabelung ist erst dann vollständig abgenommen, wenn messtechnisch belegt ist, dass jede Strecke die Grenzwerte der Norm einhält. baconnect führt Netzwerk-Zertifizierungen nach DIN EN 50173 und ISO 11801 für Kupfer- und Glasfaserinstallationen durch, erstellt normgerechte Messprotokolle und liefert eine vollständige Abnahmedokumentation. Das schützt Ihre Investition, sichert Herstellergarantien und gibt Ihnen Rechtssicherheit bei der Abnahme.

Warum Netzwerk-Zertifizierung nicht weggelassen werden sollte

Viele Unternehmen verzichten auf die formale Zertifizierung und stellen erst bei Störungen fest, dass Strecken schon bei Inbetriebnahme außerhalb der Grenzwerte lagen. Die Zertifizierung schließt diesen blinden Fleck, bevor der erste Ausfall eintreten kann.

Herstellergarantien nur mit Zertifizierungsprotokoll

Systemhersteller knüpfen ihre Komponentengarantien von bis zu 25 Jahren daran, dass eine qualifizierte Fachfirma die Installation messtechnisch dokumentiert hat. Ohne dieses Protokoll erlischt der Garantieanspruch, unabhängig davon, wie sauber die Montage war.

Rechtssicherheit bei Abnahme und Übergabe

Bei der Übergabe eines Neubaus oder Mieterausbaus besteht der Auftraggeber auf einem prüffähigen Abnahmeprotokoll. Fehlt es, ist die Abnahme angreifbar. Die Netzwerk-Zertifizierung liefert den schriftlichen Nachweis, den Generalunternehmer, Vermieter und Facility-Manager verlangen.

Fehlerstellen vor der Inbetriebnahme erkennen

Crimping-Fehler, zu enge Biegeradien oder vertauschte Aderpaare fallen oft erst unter Messbelastung auf. Besser vor dem Go-live als nach dem ersten Ausfall im laufenden Betrieb.

DIN EN 50173 und ISO 11801: die Normen dahinter

Beide Normen beschreiben Mindestanforderungen an strukturierte Verkabelungssysteme in Gebäuden. Sie unterscheiden sich im Geltungsbereich, sind aber technisch eng aufeinander abgestimmt.

KlasseKategorieBandbreiteTypische Anwendung
Klasse DCat 5e100 MHz1 Gbit/s, Bestandsnetze
Klasse ECat 6250 MHz1 Gbit/s, kurze 10-Gbit/s-Strecken
Klasse EACat 6A500 MHz10 Gbit/s bis 100 m
Klasse FCat 7600 MHz10 Gbit/s, EMV-belastete Umgebung
Klasse FACat 7A1000 MHzReserve für höchste Anforderungen

DIN EN 50173: europäische Verkabelungsnorm

DIN EN 50173 definiert die Leistungsklassen für Kupferverkabelung (Klasse D, E, EA, F, FA) und Glasfaserinstallationen in europäischen Gebäuden. Die Norm gilt in Deutschland als verbindlicher Rahmen für strukturierte Verkabelung in Gewerbe und Industrie.

ISO 11801: internationaler Standard

ISO 11801 ist das internationale Pendant zu DIN EN 50173 und in den Anforderungen praktisch deckungsgleich. Projekte mit internationalen Partnern oder Zertifizierungsanforderungen aus anderen Ländern referenzieren häufig ISO 11801. Beide Normen lassen sich mit denselben Messverfahren und Grenzwerten prüfen.

Welche Norm gilt für Ihre Installation?

Für die meisten Unternehmensgebäude in Deutschland ist DIN EN 50173-1 maßgebend. Bei Rechenzentren gilt ergänzend EN 50173-5. Wir klären im Vorgespräch, welche Klasse und welche Norm-Ausgabe auf Ihre Installation passt.

Was bei der Netzwerk-Zertifizierung gemessen wird

OTDR-Display mit Messwerten einer Glasfaserstrecke

Die Messung gliedert sich nach Kabeltyp: Kupferverkabelung und Glasfaserverkabelung werden mit unterschiedlichen Verfahren und Grenzwerten geprüft.

Kupferverkabelung: Einfügedämpfung, NEXT und Rückflussdämpfung

Für Kupferstrecken (Cat 6A, Cat 7, Cat 7A) messen wir neben der Einfügedämpfung auch das Nebensprechen (NEXT, FEXT, PS-NEXT), die Rückflussdämpfung sowie die Leitungslänge. Jede Messgröße hat je nach Kabelkategorie und Frequenzbereich einen normierten Grenzwert.

Glasfaserverkabelung: OTDR-Messung und Einfügedämpfung

LWL-Strecken werden bidirektional per OTDR geprüft. Das Gerät lokalisiert Reflexionen, Spleißstellen und Dämpfungsereignisse entlang der Faser. Ergänzend prüfen wir die Einfügedämpfung im Zweifaser-Verfahren. Mehr zu diesem Messverfahren finden Sie auf unserer Seite OTDR-Messung.

Kalibrierte Messgeräte und Referenzmessungen

Für eine anerkannte Zertifizierung müssen Messgeräte regelmäßig kalibriert sein. Wir setzen zertifizierte Messkoffer ein und dokumentieren im Protokoll die Gerätebezeichnung, Seriennummer, Kalibrierungsstatus und verwendete Adaptersätze.

Das Abnahmeprotokoll: Inhalt und Format

Das Abnahmeprotokoll ist das Kernergebnis der Netzwerk-Zertifizierung. Es enthält für jeden gemessenen Port einen vollständigen Messpunkt mit Datum, Gerät, Konfiguration und allen relevanten Messwerten. Bestanden oder nicht bestanden ist pro Strecke sofort erkennbar. Strecken, die einen Grenzwert knapp oder deutlich verfehlen, sind im Protokoll eindeutig ausgewiesen, damit gezielt nachgebessert werden kann. Wir liefern das Protokoll digital als PDF und auf Wunsch als gedruckten Übergabeordner.

Ablauf einer Netzwerk-Zertifizierung bei baconnect

Von der Messplanung bis zur Protokollübergabe koordinieren wir den gesamten Prozess.

Messplanung und Absprache vor Ort

Vor dem Messtag besprechen wir Umfang, Norm und gewünschtes Protokollformat. Bei größeren Installationen erstellen wir eine Messpunktliste, die sich am Lageplan orientiert und die spätere Zuordnung im Protokoll erleichtert.

Systematische Messung aller Strecken

Wir messen alle Strecken nach festgelegter Reihenfolge, beschriften im Protokoll jeden Port eindeutig nach Raum und Patchfeld-Position und halten Auffälligkeiten mit Ortsangabe fest. So lässt sich jede Strecke nach der Messung ohne Suche wiederfinden.

Auswertung, Freigabe und Übergabe

Nach der Messung werten wir die Ergebnisse aus, markieren Strecken außerhalb der Grenzwerte und erläutern auf Wunsch die Ursachen. Das vollständige Protokoll übergeben wir zusammen mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, sodass Sie die Abnahme gegenüber dem Auftraggeber sicher belegen können.

Überregional im Einsatz

Unser primäres Einsatzgebiet liegt in Bremen und Niedersachsen. Für unsere Bestandskunden sowie im Rahmen größerer Infrastrukturprojekte sind wir jedoch flexibel im gesamten Bundesgebiet und, bei entsprechenden Großprojekten, auch international reisebereit.

Bei großen Abnahmekampagnen messen und protokollieren wir nach einheitlichem Format über alle Standorte hinweg, auch für die Rechenzentrumsverkabelung.

So läuft Ihre Zertifizierung

  1. 1MessplanungUmfang, Norm, Klasse und Protokollformat abstimmen.
  2. 2MesspunktlistePorts nach Lageplan erfassen für saubere Zuordnung.
  3. 3MessungKupfer per Permanentlink, Glasfaser bidirektional per OTDR.
  4. 4AuswertungWerte gegen Grenzwerte prüfen, Abweichungen markieren.
  5. 5ÜbergabeProtokoll mit Zusammenfassung digital und auf Wunsch gedruckt.

Häufige Fragen

Was ist eine Netzwerk-Zertifizierung?

Eine Netzwerk-Zertifizierung ist die messtechnische Prüfung einer installierten Kabelanlage anhand der Grenzwerte einer Norm, in der Regel DIN EN 50173 oder ISO 11801. Das Ergebnis ist ein Abnahmeprotokoll, das belegt, ob jede Strecke die Anforderungen einhält.

Welche Verkabelungen müssen nach DIN EN 50173 zertifiziert werden?

Grundsätzlich alle strukturierten Verkabelungsanlagen in Gewerbe- und Industriegebäuden, die einer Abnahme durch einen Auftraggeber unterliegen oder für die Herstellergarantien gelten sollen. Betroffen sind sowohl Kupferstrecken (Cat 6A und höher) als auch Glasfaserstrecken.

Was ist der Unterschied zwischen DIN EN 50173 und ISO 11801?

DIN EN 50173 ist die europäische Normreihe, ISO 11801 der internationale Standard. Technisch sind beide nahezu identisch. DIN EN 50173 ist in Deutschland die üblichere Referenz, ISO 11801 wird bei international ausgerichteten Projekten bevorzugt.

Was enthält ein normgerechtes Abnahmeprotokoll?

Das Protokoll enthält für jede Strecke: Port-Bezeichnung, Messgerät mit Seriennummer und Kalibrierungsstatus, Norm und Klasse, alle gemessenen Kenngrößen mit Grenzwerten sowie das Ergebnis (bestanden, nicht bestanden). Zusätzlich sind Datum, Messtechniker und verwendete Konfiguration dokumentiert.

Wie lange dauert eine Netzwerk-Zertifizierung?

Das hängt vom Umfang ab. Für eine überschaubare Büroinstallation mit 50 bis 100 Ports rechnen wir mit einem Messtag. Größere Anlagen mit mehreren Etagen oder Gebäuden planen wir mit Ihnen vorab durch, damit der Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Muss eine bestehende Verkabelung erneut zertifiziert werden?

Eine erneute Zertifizierung ist sinnvoll, wenn die Anlage erweitert, umgebaut oder für neue Dienste (etwa 10GBASE-T) genutzt werden soll, oder wenn das ursprüngliche Protokoll fehlt oder nicht mehr den aktuellen Norm-Anforderungen entspricht. Wir beraten Sie, welche Strecken sinnvoll nachzumessen sind.

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Wir besprechen Umfang, Norm und Zeitplan und erstellen Ihnen ein projektbezogenes Angebot. Für Unternehmen in Bremen und Niedersachsen, schnell und ohne Umwege.