Eine strukturierte Gebäudeverkabelung ist die Basis jedes zuverlässigen Unternehmensnetzes. baconnect plant, verlegt und zertifiziert Kupfer- und Glasfaserverkabelung nach DIN EN 50173 für Gewerbe, Industrie und Mittelstand in Bremen und Niedersachsen. Sie erhalten ein sauber dokumentiertes Gewerk aus einer Hand, von der Bestandsaufnahme bis zur normgerechten Abnahme mit Messprotokoll.
Warum strukturierte Verkabelung? Vorher und nachher
Gewachsene Netze kosten im Störfall Zeit und Geld. Eine strukturierte, dokumentierte Verkabelung macht den Unterschied:
Gewachsene Verkabelung
- Unklare, undokumentierte Patchungen
- Fehlersuche dauert Stunden
- Jede Erweiterung wird zum Risiko
Strukturierte Verkabelung
- Dokumentiertes, beschriftetes Netz
- Klare Struktur nach Norm
- Schnelle, planbare Erweiterungen
Was ist strukturierte Verkabelung?
Strukturierte Verkabelung bezeichnet ein einheitliches, normiertes Kabelsystem für Daten, Sprache und Gebäudetechnik. Statt gewachsener Punkt-zu-Punkt-Verbindungen entsteht eine flexible Infrastruktur, die sich unabhängig von einzelnen Anwendungen oder Herstellern erweitern lässt.
Vorteile für KMU und Mittelstand
Ein normkonformes Kabelsystem senkt Ausfallrisiken, erleichtert Fehlersuche und ermöglicht Erweiterungen ohne Neuverkabelung. Für KMU und mittelständische Betriebe bedeutet das: geringere Folgekosten, kürzere Ausfallzeiten und eine IT-Infrastruktur, die mit dem Unternehmen wächst.
Aufbau nach DIN EN 50173 und ISO/IEC 11801

Die Norm DIN EN 50173 definiert die Struktur und die Leistungsklassen einer Gebäudeverkabelung. Sie teilt das Kabelsystem in drei Ebenen auf, die jeweils definierte Anforderungen an Leitungslänge, Dämpfung und Bandbreite erfüllen müssen.
Primär-, Sekundär- und Tertiärverkabelung
Die Primärverkabelung verbindet Gebäude untereinander, typischerweise per Glasfaser. Die Sekundärverkabelung führt vom Hauptverteiler zu den Etagenverteilern, häufig als Glasfaser-Backbone. Die Tertiärverkabelung verbindet den Etagenverteiler mit den Anschlussdosen am Arbeitsplatz, meist als Kupferkabel der Kategorie Cat 6a oder Cat 7.
Etagenverteiler und 19-Zoll-Technik
In jedem Verteilerraum sorgen Netzwerkschränke mit Patchfeldern, Kabelmanagement und aktiven Komponenten für Ordnung und Übersichtlichkeit. Eine saubere Beschriftung und definierte Rangierwege sind Voraussetzung für schnelle Fehlersuche und reibungslose Wartung.
Cat 6a, Cat 7 oder Glasfaser? Standards im Vergleich
Welcher Kabelstandard am besten passt, hängt von Distanzen, geplanten Bandbreiten und dem vorhandenen Budget ab. Wir beraten herstellerunabhängig und wählen den Standard nach technischem Bedarf, nicht nach Produktverfügbarkeit.
| Standard | Bandbreite | Reichweite | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Cat 6a | 10 Gbit/s | bis 100 m | Büroarbeitsplatz |
| Cat 7 | 10 Gbit/s | bis 100 m | Industrie, EMV-belastete Umgebung |
| Glasfaser (OS2/OM4) | über 100 Gbit/s | Kilometer | Backbone, Rechenzentrum |
Bandbreite, Reichweite, Lebensdauer, Kosten
Cat 6a unterstützt 10 Gbit/s bis 100 Meter und reicht für die meisten Büroarbeitsplätze aus. Cat 7 bietet bessere Schirmung für Umgebungen mit elektromagnetischen Störquellen, ist im Anschluss aber aufwendiger. Glasfaser schlägt beide bei Reichweite und Bandbreite, erfordert jedoch LWL-Patchfelder und entsprechende Endgeräte. Fachgerecht installierte Kupferkabel sind auf einen Planungshorizont von 15 bis 20 Jahren ausgelegt.
Empfehlung nach Unternehmensgröße
Für Bürogebäude mit bis zu 100 Arbeitsplätzen bewährt sich Cat 6a bis zur Dose und ein Glasfaser-Backbone zwischen den Etagen. Produktionsbetriebe mit Frequenzumrichtern oder Schweißanlagen profitieren von Cat 7 oder Glasfaser bis zum Maschinenarbeitsplatz. In Rechenzentren und Serverräumen ist Glasfaser von Anfang an die wirtschaftlichere Wahl.
Unser Ablauf: Bestandsaufnahme bis Inbetriebnahme
Jedes Projekt beginnt mit einer ehrlichen Analyse vor Ort. Wir prüfen Gebäudestruktur, vorhandene Trassen und den tatsächlichen Bedarf, bevor wir ein Angebot erstellen.
Kabelkanal, Trasse und Montage
Wir planen Kabelwege, nutzen vorhandene Trassen und Leerrohre wo immer möglich und installieren neue Kabelkanäle nur dort, wo es nötig ist. Jede Dose, jedes Patchfeld und jede Leitung wird beschriftet und in den Bestandsplan aufgenommen.
Messung, Zertifizierung und Abnahme
Nach der Installation messen wir jede Strecke mit einem kalibrierten Messgerät nach EN 50173. Sie erhalten ein vollständiges Messprotokoll als Nachweis der Normkonformität und als Grundlage für spätere Erweiterungen oder Fehlersuche.
Wartung, Erweiterung und Re-Zertifizierung
Eine strukturierte Verkabelung ist kein einmaliges Projekt. Umzüge, Umbauten und wachsende Teams erfordern Erweiterungen, neue Dosen oder geänderte Patchverbindungen. baconnect übernimmt auch diese Folgearbeiten und hält Ihre Dokumentation aktuell. Nach baulichen Veränderungen oder einem längeren Betrieb können einzelne Strecken re-zertifiziert werden, damit die Normkonformität erhalten bleibt. Durch unsere regionale Präsenz in Bremen und Niedersachsen sind wir kurzfristig vor Ort.
Überregional im Einsatz
Unser primäres Einsatzgebiet liegt in Bremen und Niedersachsen. Für unsere Bestandskunden sowie im Rahmen größerer Infrastrukturprojekte sind wir jedoch flexibel im gesamten Bundesgebiet und, bei entsprechenden Großprojekten, auch international reisebereit.
Bei filialübergreifenden Rollouts setzen wir an jedem Standort denselben dokumentierten Verkabelungsstandard um, von der Kupferverkabelung bis zur Glasfaser.