Ohne Permanentlink-Messprotokoll ist eine Kupferverkabelung nicht abnahmefähig.
Cat 6a und Cat 7 sind die Basis einer leistungsfähigen Büro- und Gewerbeverkabelung. baconnect verlegt strukturierte Kupferverkabelung für Unternehmen in Bremen und Niedersachsen: normgerecht, sauber beschriftet und mit abnahmefähigem Messprotokoll. Sie wissen nach der Übergabe genau, was wo liegt und was Ihr Netz leistet.
Cat 6a oder Cat 7: Welche Kategorie passt zu Ihrem Unternehmen
Beide Kategorien unterstützen 10GBASE-T bis 100 Meter, unterscheiden sich aber in Schirmungskonzept und Steckersystem. Die Wahl hängt von Umgebungseinflüssen, vorhandener Infrastruktur und Planungshorizont ab.
| Kriterium | Cat 6a | Cat 7 |
|---|---|---|
| Normklasse | Klasse EA | Klasse F |
| Bandbreite | 500 MHz | 600 MHz |
| Datenrate | 10 Gbit/s bis 100 m | 10 Gbit/s bis 100 m |
| Schirmung | F/FTP (Gesamtschirm) | S/FTP (Einzelpaarschirm) |
| Steckersystem | RJ45 | GG45 oder TERA |
| Typischer Einsatz | Büro und Verwaltung | EMV-belastete Industrie |
Cat 6a: 10-GbE-ready, wirtschaftlich und normkonform
Cat 6a entspricht Klasse EA nach DIN EN 50173 und unterstützt 10GBASE-T zuverlässig bis 100 Meter. In normalen Büroumgebungen ist Cat 6a die wirtschaftlich sinnvolle Wahl und verträgt sich mit Standard-RJ45-Steckern, die in der Handhabung einfacher und kostengünstiger sind als proprietäre Systeme.
Cat 7 mit Einzelschirmung: Vorteil in EMV-belasteten Bereichen
Cat 7 (Klasse F) verwendet S/FTP-Schirmung mit Einzelpaarschirmung. Das zahlt sich aus, wenn starke elektromagnetische Einstreuung vorliegt, etwa in Produktionshallen mit Frequenzumrichtern, Schweißtechnik oder großen Motoren. Wo diese Bedingungen nicht gelten, ist Cat 6a in der Regel ausreichend.
Reserven einplanen: Dosen, Kabelwege und Kapazitäten
Wir dimensionieren Dosen und Kabelwege so, dass Erweiterungen später ohne Großumbau möglich sind. Leerrohre und freie Trassen kosten wenig in der Errichtung und sparen im Nachhinein erheblichen Aufwand.
Twisted-Pair-Technik: Normvorgaben und Schirmungskonzepte
Strukturierte Kupferverkabelung nach EN 50173 ist keine Frage der Erfahrung, sondern eine messbare Norm. Wir verlegen und terminieren nach Klasse EA und F und weisen die Einhaltung messtechnisch nach.
Schirmungskonzepte: U/UTP, F/FTP und S/FTP
Ungeschirmte Kabel (U/UTP) reichen in störungsarmen Umgebungen aus. Für Cat 6a in gewerblichen Gebäuden empfehlen wir F/FTP mit Gesamtschirmung. Cat 7 erfordert S/FTP mit Einzelpaarschirmung. Wir beraten, welches Konzept zu Ihren Umgebungsbedingungen passt.
Steckverbinder: RJ45 bei Cat 6a, GG45 oder TERA bei Cat 7
Cat 6a verwendet RJ45-Steckverbinder, Cat 7 setzt auf GG45 oder TERA. Wir achten auf Stimmigkeit zwischen Kabel, Stecker, Dose und Patchfeld, weil jede systemwidrige Kombination die Kanalklasse degradiert.
Maximale Kanallänge und Dämpfungsbudget
Die Norm begrenzt den Festinstallationsanteil auf 90 Meter, der verbleibende Spielraum ist für Patchkabel vorgesehen. Wir halten diese Vorgaben bei der Trassenplanung ein und dokumentieren alle Längen im Übergabeprotokoll.
Kupferverkabelung verlegen: Vom Trassenplan bis zur Dose
Ein Projekt beginnt mit der Analyse vor Ort und endet mit einer vollständigen Dokumentation. Dazwischen liegt handwerklich saubere Arbeit ohne Abkürzungen.
Bestandsaufnahme und Trassenplanung
Wir prüfen vorhandene Kabelkanäle, Leerrohre und Schächte. Was sich weiternutzen lässt, nutzen wir weiter. Was neu gebaut werden muss, planen wir so, dass spätere Erweiterungen ohne Mehraufwand möglich sind.
Verlegung, Abmantelung und Terminierung
Kupferkabel werden sauber gebündelt und beschriftet verlegt. Jede Dose und jeder Patchfeld-Port erhält eine eindeutige Bezeichnung, die mit dem Lageplan übereinstimmt. Kein Kabelsalat, kein Ratespiel bei der Fehlersuche.
Patchfeld und Netzwerkschrank
Alle Anschlüsse laufen in einen strukturierten Netzwerkschrank. Wir installieren und beschriften Patchfelder so, dass Moves, Adds und Changes ohne Fehlersuche durchführbar sind.
Messung und Zertifizierung nach EN 50173
Ohne Messprotokoll ist eine Kupferverkabelung nicht abnahmefähig. Wir messen nach dem Permanentlink-Verfahren und stellen Ihnen ein vollständiges, prüffähiges Protokoll aus.
Permanentlink-Messung und Kanal-Messung
Die Permanentlink-Messung prüft die Festinstallation ohne Patchkabel. Sie ist der Nachweis, dass Ihre Infrastruktur normkonform ist, unabhängig davon, welche Patchkabel später verwendet werden. Damit sichern Sie auch Herstellergewährleistungen auf Komponenten ab.
Messprotokoll und Übergabeordner
Jeder gemessene Port erscheint im Protokoll mit Status, Messwerten und Kabelkennzeichnung. Sie erhalten den Übergabeordner digital und auf Wunsch in Papierform. Mehr zur Netzwerk-Zertifizierung finden Sie auf der Detailseite.
Kupfer und Glasfaser kombiniert: Hybridinfrastruktur für Unternehmen
Kupferverkabelung am Arbeitsplatz und Glasfaser-Backbone zwischen Etagen oder Gebäuden ergänzen sich sinnvoll. Kupfer ist an der Enddose wirtschaftlich und gerätekompatibel, Glasfaser schlägt bei Reichweite, Bandbreite und Störsicherheit zurück. Wir planen und realisieren Hybridinfrastrukturen, in denen jedes Medium dort eingesetzt wird, wo es seine Stärken hat. Mehr dazu auf unserer Seite Glasfaserverkabelung für Unternehmen.
Überregional im Einsatz
Unser primäres Einsatzgebiet liegt in Bremen und Niedersachsen. Für unsere Bestandskunden sowie im Rahmen größerer Infrastrukturprojekte sind wir jedoch flexibel im gesamten Bundesgebiet und, bei entsprechenden Großprojekten, auch international reisebereit.
Bei filialübergreifenden Rollouts verlegen und messen wir Cat-Verkabelung nach einem einheitlichen Standard an jedem Standort. Eine erste Orientierung gibt unser Kalkulator für Netzwerkverkabelung.