Ein Lager-WLAN ist nur so gut wie seine Heatmap: erst die Vor-Ort-Messung beweist, dass jeder Scanner überall Funk hat.
Fällt das WLAN in einer Lagerhalle aus, stehen Prozesse still: Scanner antworten nicht, Buchungen laufen ins Leere, Lkw-Abfertigungen verzögern sich. Ein WLAN für die Lagerhalle muss deshalb mehr leisten als Flächendeckung, es muss Scanner, Stapler-Terminals und das Lagerverwaltungssystem unterbrechungsfrei tragen. baconnect liefert ein WLAN, das mit der Logistik mitdenkt: präzise ausgemessen, auf Roaming optimiert und als strukturierte Infrastruktur mit dokumentierter Abnahme übergeben.
Warum Lager-WLAN andere Anforderungen stellt als Büro-WLAN
In Bürogebäuden ist WLAN-Planung überschaubar. In Lagerhallen kommen Faktoren hinzu, die ohne professionelle Ausleuchtung zu dauernden Verbindungsabbrüchen führen.
Hochregale und metallische Oberflächen
Stahlregale, Bleche und beladene Paletten reflektieren und dämpfen Funksignale. Ohne gezielte Simulation und Vor-Ort-Messung entstehen tote Winkel genau dort, wo Scanner am häufigsten genutzt werden.
Bewegliche Objekte und temporäre Blockaden
Gabelstapler, Fahrzeuge und wechselnde Bestände verändern die Funksituation laufend. Ein robustes Lager-WLAN ist auf diese Dynamik ausgelegt: ausreichend Access-Point-Dichte und sauberes Roaming ohne Sitzungsabbruch.
EMV-Störquellen in der Produktion und Logistik
Frequenzumrichter, Schweißanlagen und große Elektromotoren erzeugen elektromagnetische Störungen. Wir wählen Frequenzband, Kanalplanung und Access-Point-Positionen so, dass Interferenzen die Scanner-Kommunikation nicht beeinträchtigen.
Anforderungen an ein Scanner-Netz in der Logistik
Ein Lager-WLAN muss mehr leisten als reine Flächendeckung. Scanner, Stapler-Terminals und Tablets stellen spezifische Anforderungen, die von Standard-Access-Point-Konfigurationen oft nicht erfüllt werden.
Niedrige Latenz und unterbrechungsfreies Roaming
Barcode-Scanner und RFID-Terminals schicken kleine Datenpakete in kurzen Abständen. Verzögerungen von mehr als wenigen Millisekunden verursachen Timeouts. Gleichzeitig müssen Geräte nahtlos zwischen Access Points wechseln, ohne Verbindungen zu verlieren, auch bei Fahrt mit dem Stapler.
Gerätevielfalt: Scanner, Stapler, Tablets, MDE-Geräte
In einer Halle arbeiten oft Geräte verschiedener Hersteller und Generationen parallel. Wir konfigurieren SSID-Struktur, QoS-Priorisierung und Sicherheitszonen so, dass alle Geräteklassen stabil laufen, ohne sich gegenseitig zu stören.
Anbindung an ERP, WMS und Cloud-Dienste
Lagerverwaltungssysteme (WMS) und ERP-Anbindungen brauchen zuverlässige Verbindungen in Echtzeit. Wir dimensionieren Bandbreite und Redundanz auf die tatsächliche Transaktionslast, nicht auf theoretische Spitzenwerte.
Unser Prozess: Von der Planung bis zur Abnahme
Ein professionelles Lager-WLAN entsteht nicht durch das Aufhängen von Access Points. Es beginnt mit einer ehrlichen Analyse und endet mit einem dokumentierten Netz, das Sie selbst jederzeit nachvollziehen können.
WLAN-Simulation und Ekahau-Planung
Auf Basis der Hallenzeichnung erstellen wir eine Simulation der Funkausleuchtung. Dabei berücksichtigen wir Materialien, Regalhöhen und geplante Gerätedichte. Die Simulation zeigt schon vor der Installation, wo Access Points platziert werden müssen.
Vor-Ort-Messung und Heatmap-Validierung
Nach der Installation messen wir die reale Funkabdeckung mit dem Messtool, gehen die Halle Meter für Meter ab und erzeugen eine Heatmap. Sie sehen schwarz auf weiß, wo Signalstärke, SNR und Datenrate Ihre Anforderungen erfüllen.
Glasfaser-Backbone als Fundament
Access Points sind nur so gut wie ihre Anbindung. Wir verlegen, wo nötig, Glasfaserkabel zwischen Verteiler und Access-Point-Montagepunkten, dokumentiert nach EN 50173 mit OTDR-Messprotokoll.
Dokumentation und Übergabe
Sie erhalten einen vollständigen Übergabeordner: IP-Plan, SSID-Konfiguration, Access-Point-Standorte mit Koordinaten, Heatmap und Abnahmeprotokoll. So ist Ihr Netz jederzeit wartbar, auch wenn das zuständige IT-Personal wechselt.
Besonderheiten nach Logistik-Segment
Nicht jede Logistikfläche ist gleich. Ein Tiefkühllager stellt andere Anforderungen als ein Paketumschlagzentrum oder eine Produktionshalle mit integrierter Einlagerung.
Hochregallager und vollautomatisierte Systeme
In automatisierten Hochregallagern kommunizieren Regalbediengeräte und fahrerlose Transportsysteme per WLAN mit dem Leitrechner. Hier zählt Verfügbarkeit über alles: Wir planen mit Redundanz und aktivem Monitoring.
Umschlaghallen und Cross-Docking
In Umschlaghallen mit wechselnden Stellflächen und häufigem Tor-Öffnen entstehen Zonen mit stark schwankender Funksituation. Wir dimensionieren Access-Point-Dichte und -Leistung so, dass auch Randbereiche und Torabschnitte stabil versorgt sind.
Kombinierte Produktions- und Lagerflächen
Wo Produktion und Lager zusammenliegen, gelten beide Regelwerke: hohe EMV-Belastung aus der Produktion und Scanner-Anforderungen aus der Logistik. Für die Verkabelung der Produktionsseite lohnt ein Blick auf unsere Seite Glasfaser für Industrie und Produktion. Wir segmentieren das Netz nach Nutzung und sorgen für klare Übergaben zwischen Produktions- und Lager-SSID.
Regional verankert, überregional im Einsatz
baconnect ist in der Region Bremen und Niedersachsen verwurzelt. Wir sind schnell vor Ort, kennen die lokalen Gewerbegebiete und sprechen mit Lagerleiter, IT-Leiter und Elektroplaner auf Augenhöhe. Kein Callcenter, kein nationales Baukastenprodukt: Sie haben einen festen Ansprechpartner vom ersten Gespräch bis zur Abnahme und darüber hinaus.
Ob im Kerngebiet Bremen und Niedersachsen oder bei der standortübergreifenden Vernetzung im gesamten Bundesgebiet und, bei entsprechenden Großprojekten, auch international: Wir realisieren Ihre Netzinfrastruktur exakt nach den Anforderungen Ihrer Branche.