Im Rechenzentrum entscheidet die Verkabelungsstruktur über jede spätere Skalierung.
Im Rechenzentrum entscheidet die Verkabelungsstruktur darüber, wie schnell Sie skalieren, wie zuverlässig Ihre Server kommunizieren und wie viel Aufwand spätere Änderungen kosten. baconnect übernimmt die komplette Rechenzentrumsverkabelung: Planung der Kabelwege, High-Density-Cabling mit MPO/MTP-Trunks, Faserauswahl (OM4, OM5 oder OS2), fachgerechte Verlegung und OTDR-Messung mit Übergabeprotokoll. Kein Wildwuchs, keine Schnittstellenlücken, alles aus einer Hand.
Warum Rechenzentrumsverkabelung anders geplant werden muss
Büronetze und Rechenzentrums-Infrastruktur stellen grundlegend unterschiedliche Anforderungen. Im RZ zählen Dichte, Verlustarmut und die Fähigkeit, Verbindungen schnell umzustecken, ohne dass der Betrieb leidet.
Hohe Portdichte auf kleiner Fläche
In einem Serverraum oder Rechenzentrum sitzen Switches, Storage-Systeme und Server auf wenigen Höheneinheiten zusammen. Konventionelle Einzelfasern stoßen schnell an die Grenzen der Patchfelder. Strukturierte High-Density-Konzepte bündeln viele Verbindungen auf minimalem Platz, ohne den Überblick zu verlieren.
Redundanz und Ausfallsicherheit
Kritische Systeme brauchen redundante Pfade. Wir planen Dual-Path-Topologien von Anfang an mit ein, sodass Wartungsarbeiten und Komponentenausfälle nicht zu Totalausfällen führen. Richtig dokumentierte Strukturen lassen spätere Erweiterungen ohne Sucharbeit zu.
Skalierbarkeit ohne Verkabelungsumbau
Wer heute 10 Gbit/s nutzt und morgen auf 40 oder 100 Gbit/s wachsen will, braucht eine Verkabelungsstruktur, die das erlaubt, ohne alles neu zu ziehen. MPO/MTP-Trunks mit OM4- oder OM5-Fasern bieten genau diese Reserve.
High-Density-Cabling mit MPO/MTP-Trunks

MPO- und MTP-Steckverbinder fassen 12 oder 24 Fasern in einem einzigen Stecker zusammen. Das reduziert die Anzahl der Verbindungen im Rack drastisch und erlaubt strukturierte, beschriftete Kabelwege auch bei sehr hoher Portdichte.
Trunks und Kassetten-Module
Vorkonfektionierte MPO/MTP-Trunks verbinden Verteilerfelder miteinander. Kassetten-Module am Endpunkt brechen die Bündel auf Einzel-LC- oder SC-Stecker auf und ermöglichen die flexible Belegung einzelner Ports. So lässt sich die Verbindungsstruktur im laufenden Betrieb anpassen.
Vorkonfektioniert oder vor Ort gespleißt
Für definierte Strecken mit klaren Längen setzen wir auf vorkonfektionierte Trunks: Sie sind sofort einsatzbereit und bieten reproduzierbare Verlustmessungen. Für individuelle Trassen oder Längen, die sich nicht standardisiert abbilden lassen, spleißen wir fachgerecht vor Ort.
Beschriftung und Rangierkonzept
Jede Verbindung wird konsequent beschriftet, von der Faser bis zur Patchposition. Ein sauberes Rangierkonzept im Netzwerkschrank ist die Voraussetzung dafür, dass Änderungen schnell und fehlerfrei möglich sind.
Fasertypen: OM4, OM5 und OS2 im Rechenzentrum
Welcher Fasertyp passt, hängt von Strecke, Zielbandbreite und dem eingesetzten Transceiver-Typ ab. Wir wählen den richtigen Typ nach Ihrem konkreten Bedarf, nicht nach Verfügbarkeit.
| Fasertyp | Modus | 100 Gbit/s Reichweite | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| OM4 | Multimode | bis 100 m | Server- und Storage-Verbindungen im RZ |
| OM5 | Multimode | bis 100 m, SWDM-fähig | hohe Bandbreite auf wenigen Fasern |
| OS2 | Singlemode | Kilometer | Campus- und Gebäudeanbindung |
OM4 für 10- bis 100-Gbit/s-Strecken bis 100 Meter
OM4-Multimodefaser ist der Standardtyp für kurze RZ-Verbindungen. Sie unterstützt 10 Gbit/s bis 550 Meter, 40 Gbit/s bis 150 Meter und 100 Gbit/s bis 100 Meter mit handelsüblichen VCSEL-Transceivern. Preisgünstig und für die meisten Serverraum-Anwendungen ausreichend.
OM5 für SWDM und Wideband-Übertragung
OM5 erweitert OM4 um den Wellenlängenbereich 850 bis 950 nm und ermöglicht Shortwave-Division-Multiplexing (SWDM). Damit lassen sich mehrere 25-Gbit/s-Kanäle über eine einzige Faser bündeln. Sinnvoll, wenn hohe Bandbreite auf begrenzter Faseranzahl gefragt ist.
OS2-Singlemode für Campus-Anbindungen und lange Strecken
Für Verbindungen zwischen Gebäuden oder über mehrere Hundert Meter greift OS2-Singlemode. Kombiniert mit dem Glasfaser-Backbone des Unternehmens verbindet es Rechenzentrum und Büroetagen verlustarm und zukunftssicher.
Von der Bestandsaufnahme bis zur dokumentierten Abnahme
Jedes Rechenzentrum-Projekt beginnt mit einer ehrlichen Analyse des Ist-Zustands und endet mit einer Übergabe, mit der Ihr Team tatsächlich arbeiten kann.
Bestandsaufnahme und Kabelwegeplanung
Wir erfassen vorhandene Trassen, Kabelwege und freie Kapazitäten im Rack. Oft lässt sich bestehende Infrastruktur weiternutzen, das spart Material und Einbauzeit. Wo Neubeschaffung nötig ist, empfehlen wir hersteller- und systemunabhängig.
Strukturierte Verlegung und Zonierung
Wir verlegen Glasfaser und Kupfer in getrennten Kabelwegen, beschriften jeden Abschnitt und halten definierte Biegeradien ein. Die Zonierung nach Server-, Storage- und Management-Bereich schafft Übersicht und erleichtert spätere Erweiterungen.
OTDR-Messung, Beschriftung und Übergabeprotokoll
Jede Glasfaserstrecke wird per OTDR gemessen und nach EN 50173 dokumentiert. Sie erhalten Bestandsplan, Beschriftungsübersicht und prüffähige Messprotokolle als Übergabeordner, digital und auf Wunsch in Papierform.
Serverraum-Sanierung: Bestandsverkabelung strukturieren
Viele Unternehmen haben über Jahre einen Serverraum aufgebaut, der gut funktioniert, aber kaum dokumentiert und schwer wartbar ist. Wir nehmen gewachsene Strukturen auf, strukturieren und beschriften neu, ohne den laufenden Betrieb länger als nötig zu unterbrechen. Was weitergenutzt werden kann, bleibt erhalten; was ersetzt werden muss, benennen wir klar.
Überregional im Einsatz
Unser primäres Einsatzgebiet liegt in Bremen und Niedersachsen. Für unsere Bestandskunden sowie im Rahmen größerer Infrastrukturprojekte sind wir jedoch flexibel im gesamten Bundesgebiet und, bei entsprechenden Großprojekten, auch international reisebereit.
Bei der Anbindung mehrerer Rechenzentrums- und Serverraum-Standorte sorgen wir für eine einheitliche, dokumentierte Verkabelungsstruktur, inklusive Netzwerkwartung nach der Übergabe.