Rechenzentrumsverkabelung mit MPO-Trunks und strukturierter Kabelführung im Serverraum

Leistung

Rechenzentrumsverkabelung

baconnect plant und realisiert Rechenzentrumsverkabelung für Unternehmen: strukturierte Kabelführung, High-Density-MPO/MTP-Trunks, OM4/OM5-Fasern und dokumentierte Abnahme nach Norm. Regional in Bremen und Niedersachsen.

  • High-Density MPO/MTP
  • OTDR-Messung nach EN 50173
  • Region Bremen und Niedersachsen

High-Density

MPO/MTP-Trunks bündeln viele Fasern auf kleinem Raum.

Skalierbar

Von 10 auf 40 oder 100 Gbit/s ohne Verkabelungsumbau.

Zonierung

Server, Storage und Management sauber getrennt geführt.

OTDR-geprüft

Jede Glasfaserstrecke gemessen und protokolliert.

Im Rechenzentrum entscheidet die Verkabelungsstruktur über jede spätere Skalierung.

Im Rechenzentrum entscheidet die Verkabelungsstruktur darüber, wie schnell Sie skalieren, wie zuverlässig Ihre Server kommunizieren und wie viel Aufwand spätere Änderungen kosten. baconnect übernimmt die komplette Rechenzentrumsverkabelung: Planung der Kabelwege, High-Density-Cabling mit MPO/MTP-Trunks, Faserauswahl (OM4, OM5 oder OS2), fachgerechte Verlegung und OTDR-Messung mit Übergabeprotokoll. Kein Wildwuchs, keine Schnittstellenlücken, alles aus einer Hand.

Warum Rechenzentrumsverkabelung anders geplant werden muss

Büronetze und Rechenzentrums-Infrastruktur stellen grundlegend unterschiedliche Anforderungen. Im RZ zählen Dichte, Verlustarmut und die Fähigkeit, Verbindungen schnell umzustecken, ohne dass der Betrieb leidet.

Hohe Portdichte auf kleiner Fläche

In einem Serverraum oder Rechenzentrum sitzen Switches, Storage-Systeme und Server auf wenigen Höheneinheiten zusammen. Konventionelle Einzelfasern stoßen schnell an die Grenzen der Patchfelder. Strukturierte High-Density-Konzepte bündeln viele Verbindungen auf minimalem Platz, ohne den Überblick zu verlieren.

Redundanz und Ausfallsicherheit

Kritische Systeme brauchen redundante Pfade. Wir planen Dual-Path-Topologien von Anfang an mit ein, sodass Wartungsarbeiten und Komponentenausfälle nicht zu Totalausfällen führen. Richtig dokumentierte Strukturen lassen spätere Erweiterungen ohne Sucharbeit zu.

Skalierbarkeit ohne Verkabelungsumbau

Wer heute 10 Gbit/s nutzt und morgen auf 40 oder 100 Gbit/s wachsen will, braucht eine Verkabelungsstruktur, die das erlaubt, ohne alles neu zu ziehen. MPO/MTP-Trunks mit OM4- oder OM5-Fasern bieten genau diese Reserve.

High-Density-Cabling mit MPO/MTP-Trunks

Strukturierte Kabeltrasse im Serverraum

MPO- und MTP-Steckverbinder fassen 12 oder 24 Fasern in einem einzigen Stecker zusammen. Das reduziert die Anzahl der Verbindungen im Rack drastisch und erlaubt strukturierte, beschriftete Kabelwege auch bei sehr hoher Portdichte.

Trunks und Kassetten-Module

Vorkonfektionierte MPO/MTP-Trunks verbinden Verteilerfelder miteinander. Kassetten-Module am Endpunkt brechen die Bündel auf Einzel-LC- oder SC-Stecker auf und ermöglichen die flexible Belegung einzelner Ports. So lässt sich die Verbindungsstruktur im laufenden Betrieb anpassen.

Vorkonfektioniert oder vor Ort gespleißt

Für definierte Strecken mit klaren Längen setzen wir auf vorkonfektionierte Trunks: Sie sind sofort einsatzbereit und bieten reproduzierbare Verlustmessungen. Für individuelle Trassen oder Längen, die sich nicht standardisiert abbilden lassen, spleißen wir fachgerecht vor Ort.

Beschriftung und Rangierkonzept

Jede Verbindung wird konsequent beschriftet, von der Faser bis zur Patchposition. Ein sauberes Rangierkonzept im Netzwerkschrank ist die Voraussetzung dafür, dass Änderungen schnell und fehlerfrei möglich sind.

Fasertypen: OM4, OM5 und OS2 im Rechenzentrum

Welcher Fasertyp passt, hängt von Strecke, Zielbandbreite und dem eingesetzten Transceiver-Typ ab. Wir wählen den richtigen Typ nach Ihrem konkreten Bedarf, nicht nach Verfügbarkeit.

FasertypModus100 Gbit/s ReichweiteTypischer Einsatz
OM4Multimodebis 100 mServer- und Storage-Verbindungen im RZ
OM5Multimodebis 100 m, SWDM-fähighohe Bandbreite auf wenigen Fasern
OS2SinglemodeKilometerCampus- und Gebäudeanbindung

OM4 für 10- bis 100-Gbit/s-Strecken bis 100 Meter

OM4-Multimodefaser ist der Standardtyp für kurze RZ-Verbindungen. Sie unterstützt 10 Gbit/s bis 550 Meter, 40 Gbit/s bis 150 Meter und 100 Gbit/s bis 100 Meter mit handelsüblichen VCSEL-Transceivern. Preisgünstig und für die meisten Serverraum-Anwendungen ausreichend.

OM5 für SWDM und Wideband-Übertragung

OM5 erweitert OM4 um den Wellenlängenbereich 850 bis 950 nm und ermöglicht Shortwave-Division-Multiplexing (SWDM). Damit lassen sich mehrere 25-Gbit/s-Kanäle über eine einzige Faser bündeln. Sinnvoll, wenn hohe Bandbreite auf begrenzter Faseranzahl gefragt ist.

OS2-Singlemode für Campus-Anbindungen und lange Strecken

Für Verbindungen zwischen Gebäuden oder über mehrere Hundert Meter greift OS2-Singlemode. Kombiniert mit dem Glasfaser-Backbone des Unternehmens verbindet es Rechenzentrum und Büroetagen verlustarm und zukunftssicher.

Von der Bestandsaufnahme bis zur dokumentierten Abnahme

Jedes Rechenzentrum-Projekt beginnt mit einer ehrlichen Analyse des Ist-Zustands und endet mit einer Übergabe, mit der Ihr Team tatsächlich arbeiten kann.

Bestandsaufnahme und Kabelwegeplanung

Wir erfassen vorhandene Trassen, Kabelwege und freie Kapazitäten im Rack. Oft lässt sich bestehende Infrastruktur weiternutzen, das spart Material und Einbauzeit. Wo Neubeschaffung nötig ist, empfehlen wir hersteller- und systemunabhängig.

Strukturierte Verlegung und Zonierung

Wir verlegen Glasfaser und Kupfer in getrennten Kabelwegen, beschriften jeden Abschnitt und halten definierte Biegeradien ein. Die Zonierung nach Server-, Storage- und Management-Bereich schafft Übersicht und erleichtert spätere Erweiterungen.

OTDR-Messung, Beschriftung und Übergabeprotokoll

Jede Glasfaserstrecke wird per OTDR gemessen und nach EN 50173 dokumentiert. Sie erhalten Bestandsplan, Beschriftungsübersicht und prüffähige Messprotokolle als Übergabeordner, digital und auf Wunsch in Papierform.

Serverraum-Sanierung: Bestandsverkabelung strukturieren

Viele Unternehmen haben über Jahre einen Serverraum aufgebaut, der gut funktioniert, aber kaum dokumentiert und schwer wartbar ist. Wir nehmen gewachsene Strukturen auf, strukturieren und beschriften neu, ohne den laufenden Betrieb länger als nötig zu unterbrechen. Was weitergenutzt werden kann, bleibt erhalten; was ersetzt werden muss, benennen wir klar.

Überregional im Einsatz

Unser primäres Einsatzgebiet liegt in Bremen und Niedersachsen. Für unsere Bestandskunden sowie im Rahmen größerer Infrastrukturprojekte sind wir jedoch flexibel im gesamten Bundesgebiet und, bei entsprechenden Großprojekten, auch international reisebereit.

Bei der Anbindung mehrerer Rechenzentrums- und Serverraum-Standorte sorgen wir für eine einheitliche, dokumentierte Verkabelungsstruktur, inklusive Netzwerkwartung nach der Übergabe.

Von der Aufnahme bis zur Abnahme

  1. 1BestandsaufnahmeTrassen, Kabelwege und freie Kapazitäten erfassen.
  2. 2KonzeptFasertyp, MPO/MTP-Struktur und Zonierung festlegen.
  3. 3VerlegungTrunks und Kassetten beschriftet einbauen, Biegeradien einhalten.
  4. 4OTDR-MessungJede Strecke bidirektional nach EN 50173 messen.
  5. 5ÜbergabeBestandsplan und Messprotokolle als Ordner liefern.

Häufige Fragen

Was ist High-Density-Cabling und wann brauche ich es?

High-Density-Cabling bezeichnet Verkabelungskonzepte, die viele Verbindungen auf minimalem Rack-Platz bündeln, typischerweise über MPO/MTP-Trunks mit 12 oder 24 Fasern je Stecker. Es lohnt sich, sobald einzelne Patchfelder mit Einzelfasern zu unübersichtlich oder zu flächenhungrig werden, also ab mittlerer Serverraum-Größe oder wenn Sie auf 40 Gbit/s und mehr wachsen.

Was ist der Unterschied zwischen MPO und MTP?

MTP ist ein eingetragener Markenname von US Conec für einen mechanisch überarbeiteten MPO-Stecker mit besseren Toleranzen und geringerem Einfügeverlust. Beide Steckertypen sind nach IEC 61754-7 spezifiziert und voll kompatibel. Im Sprachgebrauch werden die Begriffe oft synonym verwendet.

Welcher Fasertyp eignet sich für den Serverraum: OM4 oder OM5?

Für die meisten Serverraum-Verbindungen bis 100 Meter und Bandbreiten bis 100 Gbit/s ist OM4 die wirtschaftliche Wahl. OM5 bietet zusätzliche Kapazität durch SWDM und ist sinnvoll, wenn Sie in Zukunft mehrere 25-Gbit/s-Kanäle über möglichst wenige Fasern führen wollen. Wir beraten Sie nach Ihrem konkreten Bedarf und Wachstumsplan.

Nach welcher Norm muss Rechenzentrumsverkabelung ausgeführt werden?

Für strukturierte Gebäude- und RZ-Verkabelung gilt EN 50173 (international: ISO/IEC 11801). Rechenzentren können zusätzlich nach EN 50173-5 (Rechenzentren) ausgelegt werden. baconnect plant, verlegt und misst nach diesen Normen und übergibt prüffähige Protokolle.

Kann bestehende Serverraum-Verkabelung nachgerüstet werden?

In der Regel ja. Wir nehmen den Ist-Zustand auf, prüfen welche Teile dauerhaft genutzt werden können, und ergänzen oder ersetzen gezielt. Ziel ist immer eine sauber dokumentierte, beschriftete Struktur, auch wenn wir nicht von null beginnen.

Warum ist eine OTDR-Messung im Rechenzentrum wichtig?

Mit dem OTDR lassen sich Dämpfungswerte, Steckerverluste und Faserbrüche exakt lokalisieren und dokumentieren. Das gibt Ihnen Sicherheit bei der Abnahme und einen klaren Ausgangspunkt für spätere Fehlersuche oder Erweiterungen. Ohne Messprotokoll ist eine Glasfaserstrecke nicht abnahmefähig.

Kostenlose Analyse Ihrer Rechenzentrum-Verkabelung

Wir schauen uns Ihren Serverraum oder Ihr Rechenzentrum an und sagen Ihnen klar, was eine saubere Struktur kostet und was sie langfristig spart. Telefonisch, per Mail oder vor Ort in Bremen und Niedersachsen.