LWL-Spleißarbeiten an Glasfaserkabeln mit Fusionsspleißgerät

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Was ist LWL-Spleißen?

Glasfasern dauerhaft und verlustarm zu verbinden ist Kernhandwerk jeder professionellen LWL-Infrastruktur. Wir erklären, wie Fusionsspleißen funktioniert, wann es notwendig ist und worauf es bei sauberer Ausführung ankommt.

Ein sauberer Fusionsspleiß liegt unter 0,1 dB und ist optisch nahezu unsichtbar. Erst die OTDR-Messung beweist die Qualität.

Wer Glasfaserkabel verlegt, kommt an Spleißverbindungen nicht vorbei. Jede Unterbrechung in einer Fasertrasse, sei es ein Kabelende, eine Reparaturstelle oder der Übergang zwischen Außen- und Innenkabel, muss dauerhaft verbunden werden. Das Fusionsspleißen ist dabei das technisch überlegene Verfahren: Es verbindet zwei Glasfasern durch Verschmelzen so präzise, dass die Verbindung optisch nahezu unsichtbar bleibt und die Dämpfung minimal ist.

Was ist LWL-Spleißen?

Das Spleißen von Lichtwellenleitern bezeichnet das dauerhafte Verbinden zweier Glasfasern. Anders als Steckverbindungen (LC- oder SC-Patchkabel) ist ein Spleiß nicht lösbar und erzeugt eine mechanisch stabile, optisch hochwertige Verbindung mit sehr geringer Einfügedämpfung.

Lichtwellenleiter: Glas, das Licht führt

Eine Glasfaser besteht aus einem Kern aus hochreinem Quarzglas und einem umgebenden Mantel mit etwas geringerem Brechungsindex. Lichtsignale werden durch Totalreflexion im Kern geführt. Schon kleinste Verunreinigungen oder Unebenheiten an einer Verbindungsstelle streuen das Licht und erhöhen die Dämpfung messbar. Spleißen beseitigt diese Probleme durch eine nahtlose, verschmolzene Verbindung.

Warum Spleißen statt Stecken?

Steckverbinder sind flexibel und wiederholt lösbar, bringen aber typischerweise 0,2 bis 0,5 dB Einfügedämpfung pro Verbindung. Ein sauberer Fusionsspleiß liegt unter 0,1 dB. Bei langen Strecken mit vielen Verbindungspunkten oder bei Singlemode-Fasern für Carrier-Anbindungen ist die niedrigere Dämpfung des Spleiß entscheidend. Außerdem sind Spleiße zuverlässiger gegen Staub, Feuchtigkeit und mechanische Erschütterungen.

Fusionsspleißen und mechanisches Spleißen im Vergleich

Es gibt zwei grundlegende Methoden, Glasfasern dauerhaft zu verbinden. Für professionelle Unternehmensnetze und alle dauerhaften Installationen ist Fusionsspleißen heute der Standard. Den detaillierten Vergleich von Fusionsspleißen und mechanischem Spleißen nach Dämpfung, Langzeitstabilität und Kosten lesen Sie in unserem Schwerpunktartikel.

Fusionsspleißen: Verschmelzen per Lichtbogen

Beim Fusionsspleißen werden die beiden Faserenden exakt ausgerichtet und dann durch einen elektrischen Lichtbogen verschmolzen. Ein modernes Fusionsspleißgerät übernimmt die Ausrichtung automatisch: Kameras und Mikromotoren positionieren die Fasern auf wenige Mikrometer genau, bevor der Lichtbogen gezündet wird. Das Ergebnis ist eine homogene Glasverbindung mit minimaler Dämpfung. Fusionsspleißen ist das Verfahren der Wahl für alle dauerhaften LWL-Installationen in Unternehmen.

Mechanisches Spleißen: schnell, aber kompromissbehaftet

Beim mechanischen Spleißen werden die Faserenden in einer Klemm- oder Gelhalterung positioniert und gehalten, ohne Verschmelzen. Das Verfahren ist schnell und erfordert kein Spleißgerät, liefert aber höhere und weniger stabile Dämpfungswerte. Es wird heute vor allem für temporäre Verbindungen oder Notfallreparaturen eingesetzt, nicht für dauerhafte Unternehmensnetze.

Ablauf einer Spleißarbeit: Schritt für Schritt

Detailaufnahme eines Fusionsspleißes zweier Glasfasern

Professionelles Fusionsspleißen folgt einem definierten Prozess. Jeder Schritt beeinflusst die Qualität der fertigen Verbindung.

Faser vorbereiten: Abisolieren, Reinigen, Cleaven

Zunächst wird die Schutzummantelung (Coating) von der Glasfaser abgestreift. Danach reinigt der Techniker die Faser sorgfältig mit Isopropanol. Im nächsten Schritt wird die Faser mit einem Präzisions-Cleaver rechtwinklig gebrochen. Ein sauberer, ebener Bruch ist Voraussetzung für eine dämpfungsarme Verbindung. Schlechte Brüche erhöhen die Spleißdämpfung messbar und führen oft zum Wiederholen des gesamten Schritts.

Ausrichten und Verschmelzen im Spleißgerät

Beide vorbereiteten Faserenden werden in das Spleißgerät eingelegt. Das Gerät richtet sie automatisch aus und prüft die Endflächenqualität. Nach der Ausrichtung zündet es den Lichtbogen: Die Glasenden schmelzen innerhalb von Sekunden zusammen. Das Gerät zeigt direkt nach dem Spleiß eine geschätzte Dämpfung an, typischerweise unter 0,05 dB für Singlemode-Fasern.

Schutzhülse aufschrumpfen und Ablage in der Spleißbox

Die frisch gespleißte Stelle ist mechanisch empfindlich. Eine Schrumpfschutzhülse wird über die Verbindung geschoben und im integrierten Ofen des Spleißgeräts aufgeschrumpft. Sie gibt der Verbindung Stabilität und schützt das Glas. Anschließend wird der Spleiß sorgfältig in der Spleißkassette der LWL-Anschlussbox abgelegt, mit definiertem Biegeradius und ausreichend Reservelänge für spätere Reparaturen.

Qualitätssicherung: OTDR-Messung nach dem Spleißen

Eine korrekte Spleißarbeit lässt sich nicht allein am Spleißgerät beurteilen. Die einzige belastbare Qualitätskontrolle ist die anschließende OTDR-Messung der gesamten Fasertrasse.

Was die OTDR-Kurve am Spleiß zeigt

Ein OTDR (Optical Time Domain Reflectometer) sendet Lichtpulse in die Faser und wertet das Rückstreusignal aus. An jedem Spleiß ist ein charakteristischer Knick in der Kurve sichtbar, der die tatsächliche Einfügedämpfung zeigt. So lassen sich schlechte Spleiße sofort lokalisieren und bei Bedarf wiederholt werden, bevor die Strecke in Betrieb geht. Mehr dazu auf unserer Seite OTDR-Messung und Zertifizierung.

Messprotokoll und Dokumentation nach EN 50173

Für jede abgenommene Glasfaserstrecke erstellen wir ein Messprotokoll nach EN 50173. Das Protokoll enthält die OTDR-Kurven aller Fasern, die gemessene Streckendämpfung und eine Bewertung gegen die Normgrenzwerte. Dieser Nachweis ist Grundlage für Hersteller-Garantien aktiver Technik und bei Schäden und Umbauten unverzichtbar.

Wann benötigen Unternehmen LWL-Spleißarbeiten?

Spleißverbindungen entstehen überall dort, wo Glasfaserkabel enden oder zusammengeführt werden: beim Einzug von Außenkabeln in das Gebäude, beim Übergang von Installationskabeln zu Patchkabeln in der Spleißbox, bei Erweiterungen bestehender Trassen und bei der Reparatur beschädigter Fasern. Auch komplexe Gebäudestrukturen mit mehreren Steigzonen und Kabelquerungen machen Spleiße notwendig. Wer eine professionelle Glasfaserinfrastruktur plant oder betreibt, kommt am Spleißen nicht vorbei. baconnect führt Spleißarbeiten in Bremen und Niedersachsen durch, als Teil einer Gesamtinstallation oder als eigenständige Maßnahme für Erweiterung und Instandhaltung. Details zu unserem Leistungsangebot finden Sie auf der Seite LWL-Spleißen.

LWL-Spleißarbeiten von baconnect in Bremen und Niedersachsen

Als regionaler Spezialist für Glasfaser- und Netzwerkinfrastruktur übernehmen wir Spleißarbeiten jeder Größenordnung: von einzelnen Faserverbindungen bis zu mehrtägigen Projekten mit Hunderten von Spleißen. Unsere Techniker arbeiten mit modernen Fusionsspleißgeräten, messen jede Strecke per OTDR und dokumentieren sauber für die normgerechte Abnahme. Durch unsere Präsenz in der Region sind wir auch für Soforttermine und Störungsbehebung erreichbar.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fusionsspleißen und mechanischem Spleißen?

Beim Fusionsspleißen werden die Glasfasern durch einen elektrischen Lichtbogen dauerhaft verschmolzen, mit sehr geringer Dämpfung unter 0,1 dB. Beim mechanischen Spleißen werden die Fasern nur mechanisch in einer Halterung fixiert, ohne Verschmelzen. Fusionsspleißen liefert bessere und dauerhaftere Ergebnisse und ist der Standard für professionelle Unternehmensinstallationen.

Wie lange dauert eine Spleißarbeit?

Ein einzelner Fusionsspleiß dauert mit Vorbereitung (Abisolieren, Cleaven, Ablage) etwa fünf bis zehn Minuten. Bei größeren Projekten mit vielen Fasern und aufwendiger Logistik (Kabelzug, Beschriftung, Dokumentation) plant man pro Spleißbox mehrere Stunden ein. baconnect nennt Ihnen nach Projektbeschreibung einen realistischen Zeitrahmen.

Welche Dämpfung erreicht ein guter Fusionsspleiß?

Typischerweise liegt ein sauberer Fusionsspleiß bei unter 0,05 dB für Singlemode-Fasern (OS2) und unter 0,1 dB für Multimode-Fasern (OM4). Die Norm EN 50173 lässt für Spleißverbindungen maximal 0,3 dB zu. Moderne Fusionsspleißgeräte zeigen die Dämpfungsschätzung direkt nach dem Spleiß am Display an.

Muss nach dem Spleißen eine OTDR-Messung durchgeführt werden?

Für eine normgerechte, abnahmefähige Glasfaserstrecke nach EN 50173 ist eine OTDR-Messung mit Protokoll erforderlich. Sie belegt die tatsächliche Streckenqualität, macht schlechte Spleiße sichtbar und ist Voraussetzung für Hersteller-Garantien aktiver Komponenten sowie für eine prüffähige Dokumentation.

Für welche Glasfasertypen ist Fusionsspleißen geeignet?

Fusionsspleißen funktioniert mit allen gängigen Fasertypen: Singlemode (OS1, OS2), Multimode (OM1 bis OM5) sowie mit Spezialfasern. Das Spleißgerät muss für den jeweiligen Fasertyp konfiguriert sein. baconnect spleißt Singlemode und Multimode im gewerblichen und industriellen Umfeld in Bremen und Niedersachsen.

Kann baconnect Spleißarbeiten auch an bestehenden Glasfaserstrecken durchführen?

Ja. Erweiterungen, Reparaturen nach Faserbruch und Umkonfektionierungen bestehender Trassen gehören zum Tagesgeschäft. Wir messen vor und nach dem Eingriff per OTDR und aktualisieren auf Wunsch die Dokumentation Ihrer Infrastruktur.

LWL-Spleißarbeiten für Ihr Unternehmen anfragen

Wir spleißen, messen und dokumentieren Ihre Glasfaserstrecken in Bremen und Niedersachsen. Projekt beschreiben und Angebot anfordern.