Sechs Phasen, ein klarer Zeitrahmen: Ob das Projekt Wochen oder Monate dauert, entscheidet vor allem die vorhandene Trasseninfrastruktur.
Eine Glasfaser-Installation im Unternehmen ist kein Tageswerk. Je nach Gebäudegröße, vorhandener Infrastruktur und Genehmigungslage dauert ein Projekt wenige Wochen bis mehrere Monate. Wer den Ablauf kennt, plant realistisch und vermeidet Überraschungen im laufenden Betrieb. baconnect begleitet Unternehmen in Bremen und Niedersachsen vom ersten Audit bis zur normierten Abnahme.
Die 6 Phasen einer Glasfaser-Installation

Jede gewerbliche Glasfaser-Installation läuft in sechs klar abgegrenzten Phasen ab. Wie viel Zeit jede Phase beansprucht, hängt vom Projektumfang ab. Die folgende Übersicht gibt realistische Orientierungswerte für Büro- und Industrieobjekte.
Phase 1: Infrastruktur-Audit und Bestandsaufnahme
Vor der Planung steht die ehrliche Bestandsaufnahme vor Ort. Welche Leerrohre, Schächte und Trassen sind vorhanden? Wo müssen neue Wege geschaffen werden? Ein gründlicher Audit spart in den Folgeschritten Zeit und Kosten. Bei baconnect dauert diese Phase in der Regel ein bis zwei Werktage, abhängig von Gebäudekomplexität und Objektgröße.
Phase 2: Planung und Dimensionierung
Aus den Audit-Ergebnissen entsteht das Planungsdokument: Topologie, Fasertyp (Singlemode OS2 für lange Strecken oder Multimode OM4 für kurze Distanzen), Faserzahl inklusive Reserve, Trassenführung, Patchfeldkonzept und Abnahmekriterien. Bei mittleren Projekten dauert diese Phase ein bis zwei Wochen.
Phase 3: Genehmigungen und Koordination
Sind Tiefbaumaßnahmen nötig, zum Beispiel für Gebäudequerungen oder neue Hauseinführungen, kommen Genehmigungsverfahren und Abstimmungen mit Behörden, Vermietern oder Netzbetreibern hinzu. In Innenstadtlagen und bei öffentlichen Flächen kann das zwei bis vier Wochen in Anspruch nehmen. Reine Inhouse-Projekte ohne Tiefbau überspringen diese Phase weitgehend.
Phase 4: Tiefbau und Trassenführung
Wo neue Trassen außerhalb des Gebäudes entstehen müssen, koordiniert baconnect den Tiefbau. Die Dauer richtet sich nach Länge und Bodenverhältnissen. In typischen Gewerbegebieten liegen solche Maßnahmen zwischen einer und drei Wochen. Sofern vorhandene Leerrohre genutzt werden können, entfällt dieser Schritt vollständig.
Phase 5: Verlegung, Spleißen und Anschluss
Die eigentliche Installation: Kabel einziehen, beschriften, LWL-Spleißen mit Fusionsspleißgerät, Patchfelder rangieren und Verbindungen dokumentieren. Kleine Objekte mit ein bis zwei Etagen und einem Gebäude sind in zwei bis fünf Werktagen abgeschlossen. Größere Industrieobjekte oder Campuslösungen mit mehreren Gebäuden benötigen zwei bis vier Wochen.
Phase 6: OTDR-Messung, Dokumentation und Übergabe
Jede Glasfaserstrecke wird per OTDR gemessen und nach EN 50173 protokolliert. Anschließend übergeben wir Bestandsplan, Beschriftung und Messprotokolle als geordneten Übergabeordner, digital und auf Wunsch in Papierform. Diese Phase dauert typisch zwei bis fünf Werktage, abhängig von der Streckenzahl.
Was die Projektdauer am stärksten beeinflusst
Nicht jede Variable liegt in der Hand des Installateurs. Diese drei Faktoren bestimmen in der Praxis, ob ein Projekt vier Wochen oder vier Monate dauert.
Vorhandene Infrastruktur: Leerrohre, Schächte, Trassen
Wer bestehende Leerrohre und Kabelschächte nutzen kann, spart Tiefbau und damit den größten Zeitblock. Bestandsgebäude mit gut erhaltener Infrastruktur lassen sich deutlich schneller erschließen als Objekte ohne vorgezogene Leerrohrlage. Ein Audit klärt das in wenigen Stunden vor Ort.
Genehmigungspflicht und externe Abstimmung
Arbeiten auf öffentlichen Flächen, Querungen unter Straßen und Eingriffe in Gemeinschaftsbereiche von Mehrfachnutzer-Objekten erfordern Genehmigungen. Diese Prozesse sind von baconnect nicht vollständig steuerbar. Wer früh plant und die Unterlagen vollständig einreicht, verkürzt die Wartezeiten erheblich.
Gebäudekomplexität und Streckenlänge
Ein einzelnes Verwaltungsgebäude mit zwei Etagen ist in anderen Zeitrahmen zu realisieren als ein Industriecampus mit fünf Gebäuden und mehreren hundert Metern Außentrasse. Die Streckenlänge beeinflusst direkt den Mess- und Spleißaufwand, die Etagen- und Gebäudezahl den Verlegeaufwand.
Betrieb während der Installation: was Entscheider wissen müssen
Die häufigste Sorge: Muss der Betrieb für die Installation unterbrochen werden? In den meisten Projekten nein, aber es braucht Planung.
Abschnittsweise Umstellung statt vollständige Abschaltung
baconnect baut die neue Glasfaserstrecke parallel zur bestehenden Infrastruktur auf und prüft sie vollständig. Der eigentliche Umschaltmoment ist dann auf Minuten begrenzt. So bleibt der Netzwerkbetrieb während fast der gesamten Installationszeit aufrechterhalten.
Randzeiten und Wochenendarbeiten auf Wunsch
Für kritische Umschaltungen in sensiblen Bereichen planen wir auf Wunsch Randzeiten: frühe Morgenstunden, Abendstunden oder Samstage. Wer das von Anfang an kommuniziert, erhält dafür von uns einen abgestimmten Zeitplan.
Temporäre Rückfallebene bei hochkritischen Segmenten
Bei hochkritischen Netzwerksegmenten empfehlen wir, während der Installation eine Rückfallebene bereitzuhalten, etwa über eine bestehende Kupferverbindung. Das schützt vor ungeplanten Unterbrechungen und gibt dem Installationsteam den nötigen Spielraum für sorgfältige Arbeit.
Von der Anfrage bis zur Abnahme: typische Gesamtdauer
Als Orientierung für gewerbliche Glasfaser-Projekte in Bremen und Niedersachsen:
- Einfaches Inhouse-Projekt (ein Gebäude, ein bis zwei Etagen, vorhandene Trassen): drei bis sechs Wochen von Audit bis Abnahme.
- Mittleres Projekt (mehrere Etagen, neues Backbone, keine externe Trassenführung): sechs bis zehn Wochen.
- Komplexes Projekt (Campuslösung, Tiefbau, Genehmigungsverfahren): drei bis sechs Monate, abhängig von Behördenfristen.
Diese Angaben gelten ohne unvorhergesehene Bestandsprobleme und bei vollständiger Projektfreigabe. Den konkreten Zeitplan klären wir verbindlich nach dem Audit.