In jedem Gewerbegebiet liefert der Provider bis zur Grundstücksgrenze, das eigentliche Inhouse-Netz beginnt erst dahinter.
Kaum eine Stadt im Nordwesten bündelt so viele Gewerbelagen auf engem Raum wie Bremen: der Industriepark Hansalinie in Hemelingen, das dicht belegte Bremer Kreuz, die Überseestadt am Wasser, die Industriehäfen und der großflächige Ausbau in Bremen-Nord. Sie alle stehen in derselben Infrastrukturwende. FTTH-Anschlüsse von Deutsche Giganetz, Glasfaser Nordwest und weiteren Anbietern erreichen die Grundstücke, doch was danach kommt, ist Aufgabe des Betriebs: Inhouse-Verkabelung, LWL-Spleißen, OTDR-Messung und die normgerechte Abnahme. Genau hier setzt baconnect an.
Was nach dem FTTH-Anschluss im Gewerbeobjekt zu tun ist
Der Provider liefert die Faser bis zur Grundstücksgrenze oder zum Hausübergabepunkt. Alles dahinter, also Inhouse-Strecken, Steigtrassen, Etagenverteiler und Arbeitsplatzdosen, liegt in der Verantwortung des Gebäudebetreibers oder Mieters. Ohne diese Inhouse-Verkabelung bleibt die schnelle Anbindung wirkungslos.
Inhouse-Verkabelung als der eigentliche Projektschritt
Sobald der Anschluss am Hausübergabepunkt sitzt, beginnt die Arbeit: interne Glasfaserstrecken planen, Fasertyp wählen, Leerrohre und Trassen prüfen, spleißen, messen. baconnect übernimmt diese Inhouse-Strecke ab dem Übergabepunkt komplett, inklusive Übergabeprotokoll nach EN 50173. Tiefbau und Providernetz gehören bewusst nicht dazu.
Kupfer-Glas-Migration und NIS2: Handlungsbedarf bis 2027
Das BNetzA-Konzept treibt die Ablösung kupferbasierter Weitverkehrsanschlüsse voran. Parallel fordert die NIS2-Richtlinie (Umsetzungsfrist Ende 2027) von vielen Unternehmen belastbare, dokumentierte Netzinfrastrukturen. Wer in Bremer Gewerbegebieten auf Glasfaser umstellt und eine normgerechte Dokumentation vorlegt, ist auf beiden Ebenen abgesichert.
Die Bremer Gewerbelagen im Einzelnen
Jede Lage steht für andere Branchen und Gebäudetypen. Das Grundproblem ist jedoch identisch: Die passive Glasfaser-Infrastruktur im Bestandsobjekt ist oft veraltet oder gar nicht vorhanden.
Industriepark Hansalinie in Hemelingen
Rund 120 Unternehmen aus Automotive, Logistik und Produktion sind auf der Hansalinie an der A1 angesiedelt. Hallen mit Frequenzumrichtern und Schweißanlagen stellen besondere Anforderungen: Glasfaser ist gegen elektromagnetische Störungen immun und damit die belastbare Wahl. Mehr dazu: Glasfaser für Industrie und Produktion.
Bremer Kreuz, Bremer Industriepark und Bayernstraße
Das Gewerbegebiet Bremer Kreuz zählt rund 200 Betriebe und wurde bereits von 1&1 Versatel mit Glasfaser erschlossen. Zusammen mit dem Bremer Industriepark und dem Gewerbegebiet Bayernstraße bilden diese Lagen einen der dichtesten Gewerberäume Nordwestdeutschlands. Die Nachfrage nach redundanten, hochverfügbaren Inhouse-Netzen wächst, weil Cloud-Anwendungen und vernetzte Lager mehr Bandbreite verlangen.
Überseestadt und Industriehäfen
Die Überseestadt verbindet moderne Büro- und Logistikflächen direkt an den Industriehäfen. Hier treffen Kreativ- und Dienstleistungsmieter auf Umschlag- und Lagerbetriebe. Für Lager- und Umschlagflächen lohnt der Blick auf Netzwerk und WLAN für Logistik und Lagerhallen.
Bremen-Nord: der großflächigste Ausbau der Region
Deutsche Giganetz investiert 70 Mio. Euro in Bremen-Nord und erschließt dabei 723 Gewerbeflächen, der größte einzelne gewerbliche Glasfaser-Rollout der Region. Für Betriebe in Farge, Vegesack, Blumenthal und Burg gilt: Der Anschluss kommt, die Inhouse-Infrastruktur muss Schritt halten. baconnect betreut diese Projekte ohne Anfahrtsverlust.
Was baconnect in den Gewerbegebieten übernimmt
Wir liefern das gesamte passive Netz ab dem Übergabepunkt: von der Planung über die Verlegung bis zur zertifizierten Messung. Kein Schnittstellen-Wirrwarr zwischen Planer, Verleger und Messdienstleister.
Glasfaserverkabelung und LWL-Spleißen
Wir verlegen Singlemode- (OS2) und Multimode-Fasern (OM4/OM5) nach Bedarf: Backbone zwischen Gebäuden und Etagen, Anbindung von Produktionsbereichen, Serverräumen und Netzwerkschränken. Jede Verbindung wird per Fusionsspleißgerät gespleißt und auf minimale Dämpfung geprüft. Details: Glasfaserverkabelung und LWL-Spleißen.
OTDR-Messung und normgerechte Abnahme
Jede fertige Strecke messen wir per OTDR und dokumentieren nach EN 50173. Sie erhalten ein prüffähiges Messprotokoll, das Sie gegenüber Gebäudeeigentümer, Provider oder Versicherung vorlegen können. Mehr: OTDR-Messung und Zertifizierung.
Strukturierte Verkabelung und Netzwerkplanung
In vielen Gewerbeobjekten bewährt sich ein hybrider Ansatz: Glasfaser-Backbone zwischen Etagen und Gebäuden, ergänzt durch strukturierte Kupferverkabelung (Cat 6A) am Arbeitsplatz. Wir planen herstellerunabhängig und dimensionieren Reserven für planbares Wachstum.
Projektablauf im Bremer Gewerbeobjekt
Jedes Projekt beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme und endet mit einer dokumentierten Übergabe. Kein Angebot ohne vorherige Besichtigung.
Bestandsaufnahme: Leerrohre, Trassen, Schächte
Wir prüfen vor Ort, welche Leerrohre, Kabeltrassen und Schächte vorhanden sind. Oft lässt sich bestehende Infrastruktur weiternutzen, das reduziert Aufwand und Kosten. Erst nach dem Audit erstellen wir ein transparentes, projektbezogenes Angebot.
Verlegung im laufenden Betrieb
Gewerbebetriebe können Ausfallzeiten selten tolerieren. Wir planen Verlegeabschnitte und Umschaltungen so, dass der Betrieb möglichst ungestört bleibt: Arbeiten in Randzeiten, abschnittsweises Vorgehen, klare Kommunikation über Wartungsfenster.
Übergabe mit Messprotokoll und Bestandsplan
Zum Abschluss übergeben wir Bestandsplan, Beschriftung und OTDR-Messprotokolle als geordneten Übergabeordner, digital und auf Wunsch in Papierform. So hat Ihr Team oder ein späterer Dienstleister sofort eine verlässliche Grundlage für Wartung und Erweiterungen.